Hauptbereich
Der Gemeinderat war vor der Sitzung in Sachen Schule mit Rektor Michael Regner unterwegs, um sich über die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes sowie die Zukunftsplanung für die PAGS zu informieren.
Informationen
Im Stadtgebiet wurde begonnen, die 30er-Zonen in Külsheim und in den Ortsteilen nachzumarkieren. Wetterbedingt müssen die Arbeiten derzeit pausieren.
In der Sporthalle im Gewerbepark II ist der Trennvorhang kaputt gegangen und ein neuer ist beauftragt worden für knapp 30.000 Euro.
Bei der Sanierung der Jahnstraße ist beim Regenüberlaufbecken der Auftrag für die Tauchwand erteilt worden. Möglichst viele Feststoffe sollen zurückgehalten werden. Die Kosten belaufen sich auf 14.000 Euro.
Weiter wurde bekannt gegeben, das Schrottauto auf dem Schotterplatz gegenüber der Reithalle inzwischen entfernt worden ist. Man hat sich auch des Themas "Ölflecken in der Rommelstraße" angenommen. Der Fahrzeughalter hat sein Gefährt entsprechend reparieren lassen.
Waldhaushalt 2023 - 2025
Der Tagesordnungspunkt betraf den Waldhaushalt, dessen Rückblick auf 2023, den Vollzug 2024 und die Planung für 2025. Forstdirektorin Marieke Plate gab zusammen mit Revierleiter Mathias Mattmüller und Selina Utz die nötigen Informationen. Im Sachvortrag hörte man, dass der Wald in den letzten Jahren immer hohe Überschüsse erzielt. Auch das Schadholz/Käferholz habe immer zu ordentlichen Preisen verkauft werden können. Nun jedoch gibt es große Freiflächen im Wald, die wieder aufgeforstet werden müssen. Die Kosten dafür sind sehr hoch, könnten aber aus den geplanten Verkaufserlösen finanziert werden.
Eine Übersichtskarte zu Privat- und Staatswald verdeutlichte Zusammenhänge. Bei den Baumarten liege der Anteil "Nadelholz", Stand Anfang 2024, bei 40 Prozent. Der Wald ist "gut und breit aufgestellt", quasi „bunt gemischt“. Eiche und Buche gibt es am meisten, auch Douglasie. Der Vorrat beläuft sich auf 350 Vfm/Ha, das ist guter Durschnitt im Landesvergleich. Der laufende Zuwachs liegt bei acht Erntefestmeter/Hektar.
Angesprochen wurden aktuelle Themen wie die Waldschutzsituation: Der Wald in Külsheim ist schwer gebeutelt, man hat viel Käferholz gemacht. Nun gibt es genug Niederschläge, welche das Drama des Waldsterbens entschleunigt. Ziel ist, das Risiko durch vielfältigen Baumbestand zu streuen. Im forstlichen Gutachten wurde der Verbiss durch Rehwild festgestellt.
Man sprach über den Naturverjüngungsvorrat mit dem Problem, dass es bei manchen Baumarten durch den Verbiss zu einer Entmischung kommt, was im Hinblick auf den Klimawandel zu einer Risikosteigerung führt. 2025 steht die Jagdneuverpachtung an. Die Bejagung ist eine wichtige Stellschraube. Der Verbiss ist in manchen Bereichen deutlich zu hoch.
Eine nachrichtliche Ergänzung verwies auf mögliche Auswirkungen der afrikanischen Schweinepest auf die Bewirtschaftung durch z.B. ein Waldbetretungsverbot.
Mattmüller machte einen Rückblick auf das Haushaltsjahr: Man habe viel Holz machen müssen und über 600.000 Euro mehr erlöst. Bei den Ausgaben ist wichtig, dass weit über 300 Prozent des Ansatzes ausgegeben worden sind, da die Holzernte bei einer Kalamität wesentlich teurer ist.
Zum Jahr 2025 hieß es, dass eine Förderung erwartet wird. Der Hauptanteil kommt mit 595.000 Euro vom Stammholzverkauf. Die Waldkulturkosten sind relativ hoch, auch hierfür gibt es Zuschüsse.
Der Bürgermeister bedankte sich für die Ausführungen. Er schaue positiv auf 2025, hoffe, dass man von größeren Schadensereignissen verschont bleibt. Es ist nicht abzusehen, dass der Holzmarkt 2025 schlecht sein wird. Aus dem Gremium wurde der Optimismus gebremst und man riet, für böse Überraschungen Reserven zu haben. Mattmüller äußerte, man würde den Einschlag anpassen.
Informierend zu hören war, dass Külsheim den Stadtwald unter dem nutzt (Holzeinschlag), was aktuell zuwächst, wobei jeder Baum Kohlendioxid bindet. Zu hören war auch, dass ein Überschuss in Höhe von 83.300 Euro erwartet wird.
Der Gemeinderat der Stadt Külsheim nahm die Ausführungen zu 2023 und 2024 zur Kenntnis und stimmte den Planansätzen für das kommende Jahr 2025 zu.
Beteiligungsbericht 2023
Die Stadt Külsheim war zum 31. Dezember 2023 mit einem Anteil von 100 Prozent an der Business Area Külsheim GmbH und zu 51 Prozent am Stadtwerk Külsheim beteiligt. Sonstige unmittelbare Beteiligungen liegen unter 25 Prozent.
Zur "Business Area Külsheim GmbH" hieß es, die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 leicht um 2,24 Prozent auf rund 135.000 Euro gestiegen, bewegten sich im Vergleich zu früheren Jahren jedoch auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2023 hat ein Verlust von rund 5.201 Euro verbucht werden müssen, während im Vorjahr noch ein Gewinn in Höhe von 5.216 Euro hat erzielt werden können. Die Eigenkapitalquote ist deutlich von 91,3 Prozent auf 58 Prozent gesunken.
Der Kassenbestand hat zum Stichtag 57.488 Euro betragen, im Vorjahr seien es noch 232.205 Euro gewesen. Zudem hat ein Darlehen in Höhe von 130.000 Euro aufgenommen werden müssen. Grund hierfür ist der Kauf eines Grundstücks mit Gebäude zum Preis von 300.000 Euro gewesen. Aufgrund des Verkaufs nahezu aller Gebäude im Gewerbepark II ist zwischenzeitlich auch das Personal weiter reduziert worden. Durch die Lohnentlastung wird künftig eine spürbare Verbesserung des Ergebnisses erwartet und die Aufwendungen der Gesellschaft könnten somit weiter an die gesunkenen Erlöse angepasst werden.
Zur "Stadtwerk Külsheim GmbH" wurde erläutert, dass im Jahr 2023 die Investitionen des Stadtwerks im Strom- und Gasnetz sowie bei der Wasserversorgung bei insgesamt 860.000 Euro gelegen haben. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um 2,1 Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro gestiegen. Der Anstieg komme im Wesentlichen aus der Strom- und Gasversorgung und hat seine Ursache in den stark gestiegenen Einkaufspreisen. Die Erlöse aus der Stromsparte sind trotz gesunkener Abgabemenge von 2,7 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro gestiegen. Die Stromsparte trägt damit zu zirka 58 Prozent der gesamten Umsatzerlöse bei. Der Absatz in der Sparte Gas hat sich auf dem Vorjahresniveau bewegt. Die entsprechenden Umsatzerlöse sind jedoch aufgrund der gestiegenen Preise von 948.000 Euro auf 1,8 Millionen Euro gestiegen. Der Wasserumsatz ist leicht um 2,09 Prozent gestiegen, es sind Umsätze in Höhe von 821.000 Euro erzielt worden. Im Bereich Wärme haben sich die Umsätze im Vorjahresvergleich von 34.000 Euro auf 33.000 Euro reduziert.
Im Jahr 2023 hat man trotz der Turbulenzen am Energiemarkt ein Gewinn von rund 333.520 Euro erzielt. Die rückläufigen Verbräuche in allen Sparten, auf Grund von Energieeinsparmaßnahmen der Abnehmer, haben durch die Ergebnisse des Windparks kompensiert werden können. Hier ist ein Gewinn in Höhe von 300.000 Euro ausgeschüttet worden.
Das Ergebnis 2023 liege zwar unter dem hervorragenden Vorjahresergebnis von 508.000 Euro, jedoch deutlich über dem für 2023 geplanten Wert von 235.000 Euro. Die Eigenkapitalquote habe sich leicht auf 28,32 Prozent erhöht, die Finanzmittel sind von rund 958.000 Euro auf rund 406.000 Euro gesunken.
Die Entwicklungen in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass es für kleine Unternehmen immer schwieriger wird, die gesetzlichen, digitalen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu meistern. Der Gemeinderat der Stadt Külsheim hat daher in seiner Sitzung vom 13. Mai 2024 die Verschmelzung des Stadtwerk Külsheim mit dem Stadtwerk Tauberfranken zum 1. Januar 2025 zugestimmt. Dabei hat die Stadt Külsheim zum 1. Juli 2024 ihren Geschäftsanteil von 51 Prozent am Stadtwerk Külsheim für 2.686.000 Euro an das Stadtwerk Tauberfranken verkauft und wertgleich 25,18 Prozent an der Stadtwerk Tauberfranken Beteiligungsgesellschaft erworben.
Der Gemeinderat nahm den Beteiligungsbericht einstimmig zur Kenntnis.
Sanierung der Stahlberghalle Uissigheim, Auftragsvergabe Fenster und Außentüren
Laut Bauamtsleiter Heiko Wolpert, sind im September 2023 insgesamt 15 Gewerke für die Sanierung der Stahlberghalle ausgeschrieben worden und der Gemeinderat hat am 13. November 2023 die Aufträge für zwölf Gewerke vergeben. Da für die Gewerke „Fenster und Außentüren“, „Stahlbauarbeiten“ und „Endreinigung“ kein Angebot eingegangen ist, hat man das Vergabeverfahren aufgehoben. Das Gewerk „Endreinigung“ liegt unter dem vergaberechtlichen Schwellenwert und soll daher am Ende der Sanierungsmaßnahme freihändig vergeben werden.
Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung hat die Firma Kuhn + Dörr (Tauberbischofsheim) ein Angebot in Höhe von brutto 156.702,77 Euro abgegeben. Der Auftragsumfang umfasse den Rückbau und die Entsorgung der vorhandenen Fenster und Türen, Lieferung und Montage der Fenster, Türen und Innenfensterbänke. Die Kosten für das Gewerk sind auf brutto 102.584,31 Euro geschätzt.
Zum Submissionstermin ist wieder kein Angebot für das Gewerk Stahlbau eingegangen, das Vergabeverfahren kann aufgehoben werden. Es sollen nun ohne ein förmliches Vergabeverfahren
Angebote eingeholt und der Auftrag freihändig vergeben werden. Der Auftragsumfang umfasst Demontage und Entsorgung des vorhandenen Geländers, Lieferung und Montage des Geländers im Treppenhaus sowie Lieferung und Montage einer Wangentreppe ins Technikgeschoss. Die Kosten für das Gewerk werden auf brutto 31.505,25 Euro geschätzt.
Wolpert zeigte sowohl eine Gesamtkosten- wie eine Vergabeübersicht hinsichtlich der Stahlberghalle Uissigheim auf.
Der Gemeinderat beschloss zum Gewerk wie besprochen und entschied, auf Grund der nun zweimaligen, erfolglosen öffentlichen Ausschreibung bezüglich des Gewerks „Stahlbau“ einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, ohne ein förmliches Vergabeverfahren Angebote für das Gewerk „Stahlbau“ einzuholen und den Auftrag dann freihändig an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Über das Ergebnis wird der Gemeinderat informiert.
Biotopverbundplanung Külsheim-Werbach
Durch die Änderung des Naturschutzgesetzes soll auf Grundlage des Fachplans "Landesweiter Biotopverbund (FPBV)" ein Netz räumlich und funktional verbundener Biotope geschaffen werden. Gesetzliches Ziel hierbei ist, einen räumlichen Biotopverbund zu schaffen, der bis zum Jahr 2023 mindestens zehn Prozent Offenland und bis zum Jahr 2027 mindestens 13 Prozent Offenland der Landesfläche umfassen soll. Ziel sei, den Biotopverbund bis zum Jahr 2030 auf mindestens 15 Prozent Offenland in Baden-Württemberg auszubauen.
Hierzu ist eine Biotopverbundplanungen zu erstellen. Insgesamt dient der kommunale Biotopverbund der Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität auf der Gemeindefläche und kann zudem auch einen Beitrag für das Landschaftserlebnis in Naherholung leisten. Um den Anforderungen nachzukommen, soll dieses Thema gemeinsam mit der Gemeinde Werbach angegangen werden. Mit Unterstützung durch den Kommunalen Landschaftspflegeverband im Landratsamt des Main-Tauber-Kreises ist ein gemeinsames Leistungsverzeichnis erstellt und eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt worden. Bei der Submission am 2. September 2024 haben zwei Büros ein Angebot abgegeben. Auf Grund der Zuschlagskriterien ist das "Büro Andrena GbR" (Werbach-Gamburg) mit einem Angebot von 92.112,47 Euro der wirtschaftlichste Bieter, so dass dieses Büro den Auftrag erhalten kann. Die Angebotssumme soll wie folgt aufgeteilt werden: 41 Prozent Külsheim, 59 Prozent Werbach. Die Gesamtmaßnahme wird vom Land mit 90 Prozent bezuschusst. Ein gemeinsamer Förderantrag ist gestellt und bereits bewilligt. Somit verbleiben den jeweiligen Kommunen zehn Prozent Eigenanteil. Nachdem sich die Planung über einen Zeitraum von drei Jahren erstreckt, erfolge eine Kostenaufteilung über diesen Zeitraum.
Für Külsheim entfallen somit insgesamt 3.776,61 Euro Eigenanteil. Mit der Gemeinde Werbach wurde eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.
Der Gemeinderat beauftragte die Durchführung einer Biotopverbundplanung wie vorgetragen einstimmig.
Anträge auf Vereinsförderung vom VfR Uissigheim (Heizung Sportheim) und FC Hundheim/Steinbach (Mähroboter)
Laut Bürgermeister hat sich das Jahr 2024 finanziell ordentlich entwickelt. Der Ergebnishaushalt zeigt eine klare Verbesserung als ursprünglich geplant auf. Die bei der Stadtverwaltung eingegangenen Anträge sind jeweils von vier amtierenden Gemeinderäten unterzeichnet. Laut Wortmeldung aus dem Gremium, geht es in Uissigheim um die letzte Gaststätte im Ort, um soziale Teilhabe und ein funktionierendes Ortsleben
Der Külsheimer Gemeinderat beschloss den Antrag einstimmig, die Grundförderung von zusammen rund 8.500 Euro rückwirkend für 2024 an alle Vereine auszuzahlen. Der Förderantrag des VfR Uissigheim über den Betrag von 11.900 Euro wurde einstimmig beschlossen, wie auch die Unterstützung des FC Hundheim/Steinbach beim Thema Mähroboter mit maximal 7000 Euro mit zwei Enthaltungen.
Bausachen und Anfragen
Den drei Bauanträgen wurde jeweils das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Bei den Anfragen erkundigte sich ein Gemeinderat nach "30er-Zonen in Ortsteilen", die ebenfalls noch nachmarkiert werden.
Seit längerer Zeit ist der Gehweg in der Pappelallee wegen einer Baumaßnahme nicht begehbar und es gibt keine Ausweichmöglichkeit. Bürgermeister Thomas Schreglmann sicherte zu, dass dies abgeklärt wird.
Auf Anfrage zum "Sachstand Wärmeplanung" antwortete der Bürgermeister, dass es zu dem mit der Stadt Tauberbischofsheim gemeinsam gestellten Förderantrag noch keine Rückmeldung gibt.








