Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
info

Hauptbereich

Gemeinderat aktuell

Gemeinderat aktuell
 
Sanierungsbedarf am Kindergarten Steinbach
Spatenstich an der Pater-Alois-Grimm-Schule
Gebäudeabbrüche im Gewerbepark II

 
 
Der Gemeinderat und Bürgermeister Thomas Schreglmann besichtigten am Montag den Kindergarten St. Josef in Steinbach.
Der Bürgermeister führte aus, in den letzten Jahren sei relativ wenig in die Gebäudesubstanz investiert worden. Die katholische Kirche sei deshalb auf die Stadt zugekommen. Architekt Jürgen Wolpert vom Architekturbüro „Rüger & Tröger“ (Tauberbischofsheim) habe zusammengestellt, was an Maßnahmen nötig sei. Nach dessen Kostenschätzung belaufen sich die Gesamtkosten auf brutto 250000 Euro.
Christel Bethäuser, Leiterin des Kindergartens Steinbach, erläuterte, derzeit würden 19 Kinder betreut, davon eines unter zwei Jahren. Der Zustand des Gebäudes wurde sowohl außen als auch innen intensiv in Augenschein genommen. Wolpert wies auf zu behebende Mängel hin wie die Fassade und das Geländer auf der Seite zur Straße, auf marode Fenster und Dachziegel, eindringendes Regenwasser, fehlendes Sicherheitsglas oder darauf, dass der Wärmeschutz verbessert werden sollte.
Für die Umbauzeit muss der Kindergarten ausgeräumt werden, man rechnet mit drei Monaten. Sonja Haberkorn, Geschäftsführerin für Kindergärten von der Verrechnungsstelle Tauberbischofsheim meinte, es bestehe eine Ausweichmöglichkeit im ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Külsheimer Kaserne. Für diese Zeit müsse wegen der dortigen besonderen Umstände Personal eingestellt und die sanitären Anlagen vorrübergehend geändert werden.
Wolpert bezeichnete die Grundbausubstanz des Steinbacher Kindergartens als „nicht sehr gut“. Eine Außendämmung bringt nichts, entsprechende Maßnahmen solle es nur an der Decke und bei den Fenstern geben. Haberkorn bekräftigte nochmals den Sanierungsbedarf, den es auch in Külsheim am kath. Kindergarten gibt.
Die Heizung solle noch vor dem Winter erneuert werden. Der Bürgermeister sicherte zu, die Heizung werde auf jeden Fall gemacht bei Kosten von 12000 Euro. Alles andere muss beraten werden.
 
Am Sportgebäude der Pater-Alois-Grimm-Schule soll in nördlicher Richtung ein Anbau entstehen. Der offizielle erste Spatenstich war am späten Montagnachmittag. Gemeinderäte, die Spitze der Verwaltung, die Schulleitung und verantwortliche Architekten, Bauleiter und der Chef der Baufirma Boller trafen sich vor Ort.
Bürgermeister Thomas Schreglmann bezeichnete die Külsheimer Pater-Alois-Grimm-Schule als Erfolgsgeschichte mit inzwischen bereits acht Jahren Ganztagsschule „Haus des Lernens“, fünf Jahren Gemeinschaftsschule sowie einer steigenden Zahl an Schülern. Der Gemeinderat habe die Erweiterung per Grundsatzbeschluss im Herbst 2016 festgelegt. Der angedachte Anbau solle in Kombination mit einer energetischen Sanierung entstehen.
 
In dem Anbau werde es ein Lernatelier im Obergeschoss, einen Inputraum und ein Klassenzimmer im Erdgeschoss geben. Das Bestandsgebäude und der Anbau erhielten einen Vollwärmeschutz und ein gesamtes Pultdach.
Der Kostenaufwand für Anbau und energetische Sanierung liegt bei etwa 1,45 Millionen Euro. Einige Gewerke seien bereits vergeben, im Durchschnitt günstiger als eingeplant. Das große Ziel sei, dass die Kinder perfekt untergebracht sind und beste Lernbedingungen vorfinden. Denn, so Schreglmann, „die Qualität unserer Ziele bestimmt die Qualität unserer Zukunft“.
 
In der anschließenden neunten öffentlichen Sitzung informierte der Bürgermeister, die Standsicherheit der Grabsteine auf allen Friedhöfen der Stadt sei überprüft worden, insgesamt zwölf Grabsteine sind beanstandet worden. Die Nutzungsberechtigten wurden angeschrieben mit der Aufforderung, innerhalb von vier Wochen für die nötige Standsicherheit zu sorgen.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Flüchtlingsunterkunft in der Hans-Weisbach-Str. 2a derzeit leer steht. Dort wird renoviert. Das Gebäude solle im September wieder belegt werden bei einer Kapazität von rund 40 Plätzen.
Der Bürgermeister erläuterte, die Maßnahme zur Erneuerung der Heizungsanlage im Schloss sei angelaufen. Es wird ein Blockheizkraftwerk eingebaut.
Die Einladung der Külsheimer Winzer zum Weinfest wurde ausgesprochen.
 
Der Gemeinderat fasste einen Beschluss über die Annahme verschiedener Spenden aus der ersten Jahreshälfte 2017. Schreglmann benannte als größten Spender den Schwimmbadförderverein, weitere Unterstützung sei dem Heimatbrief, Flüchtlingen, der Jugendmusikschule oder der Pater-Alois-Grimm-Schule zugeflossen, insgesamt über 20000 Euro. Das Gremium entschied sich einhellig, die Spenden anzunehmen und für den vorgesehenen Zweck zu verwenden.
 
Thomas Schreglmann informierte zur Erweiterung der Schule, der komplette Verwaltungstrakt werde umziehen und die Vergabe des Lieferauftrages der Möblierung für die neuen Räume im Bereich der Mensaaufstockung ist eine Ergänzung. Irene Trabold vom Bauamt sagte, geplant sei, die Maßnahme in den Sommerferien und damit pünktlich zum neuen Schuljahr durchzuführen. In der ersten Ferienwoche soll das Dach abgebaut werden, Fertigstellung ist in der ersten Septemberwoche.
Alle Schränke und Regale des Rektorats, des Sekretariats und des Lehrerzimmers werden übernommen, alle restlichen Möbel wie Tische, Stühle, Schreibtische, Aufenthaltsmöbel für Lernbegleiter müssten neu beschafft werden. Um ein einheitliches Einrichtungsbild zu erhalten, sei ein Angebot der VS Vereinigte Spezialmöbelfabrik (Tauberbischofsheim) eingeholt worden.
Die Angebotssumme beträgt brutto 36738,63 Euro, erklärte Trabold, die Lieferung erfolgt in der ersten Septemberhälfte. In der Kostenberechnung sei ein Betrag von rund 62000 Euro eingeplant. Der Gemeinderat beschloss einstimmig wie vorgeschlagen.  
Das Thema „Rückbau verschiedener Kasernengebäude“ stand bereits in der voran gegangenen Gemeinderatsitzung auf der Tagesordnung. Es war seitens der Verwaltung vorgeschlagen worden, noch in diesem Jahr das alte Wirtschaftsgebäude sowie drei Unterkunftsgebäude abzubrechen und dazu ingenieurtechnische Leistungen zu vergeben. Die Diskussion im Gremium warf die Frage auf, ob nicht gleich Abbrucharbeiten für drei weitere Unterkunftsgebäude ausgeschrieben werden könnten. Um den Themenkomplex rechtlich prüfen zu können, wurde die Entscheidung vertagt.
Irene Trabold erläuterte die Vorgeschichte ebenso wie die Tatsache, dass das dann entstehende Gesamtvolumen über den derzeit zur Verfügung stehenden Sanierungsförderrahmen von rund 700000 Euro hinausgehe. Die Stadt sei an das geregelte Vergabeverfahren gebunden und laut Rücksprache mit der Gemeindeprüfungsanstalt dürften grundsätzlich nur Leistungen ausgeschrieben werden, wenn auch mit der Ausführung zu rechnen und die Finanzierung darstellbar sei.
Deshalb soll an dem Vorhaben „Abbruch von vier Gebäuden“ festgehalten werden. Parallel dazu soll die Finanzierung für den Abbruch der anderen drei Gebäude gesichert werden, damit diese Arbeiten relativ zeitnah ausgeschrieben werden könnten. Deshalb wird von der Verwaltung vorgeschlagen, weiterhin auch an der Vergabe der Ingenieurleistungen an das Ingenieurbüro DrP (Dr. Pfirrmann) festzuhalten.
Auf Fragen aus dem Gremium erläuterte der Bürgermeister, warum genau die vier ausgewählten Gebäude ausgesucht wurden. Er bezeichnete das alte Wirtschaftsgebäude als „absolut schrottreif“, der „alte graue Block“ sei nicht sanierungsfähig. Ein in Frage kommender kleiner Unterkunftsblock könne eher vermarktet werden. Die beiden Blocks nach „Rewe“ seien verkauft, der dritte in der Reihe bringe regelmäßige Mieteinnahmen. Also habe man sich für zwei große dreigeschossige Gebäude entschieden, welche in zehn Jahren keinen Käufer gefunden haben.
Aus Reihen der Gemeinderäte kamen weitere Vorschläge, das Verfahren zu optimieren.
Das Gremium entschied sich für die Vergabe der erforderlichen ingenieurtechnischen Leistungen für die Rückbauarbeiten von vier Bestandsgebäuden im Sanierungsgebiet „Prinz-Eugen-Kaserne“ an das Ingenieurbüro DrP Dr. Pfirrmann (Bruchsal) für ein Honorar von brutto 37744,82 Euro.  Dabei gab es 3 Enthaltungen und 2 Gegenstimmen.
 
Die Zustimmung wurde auch erteilt zu je 2 Bauanträgen in Eiersheim und Uissigheim.
 
Auf eine Anfrage aus dem Gremium äußerte der Bürgermeister, in Hundheim solle auf der Fläche des ehemaligen Hauses Wertheimer Straße 18 neben dem früheren „Ritterwirt“ ein Informationsschild über die Sanierung des Ortes aufgestellt und der Platz entsprechend gestaltet werden.
Zu einer weiteren Anfrage hinsichtlich der Treppenabsätze im Külsheimer Friedhof sagte der Bürgermeister, dass eine Rollstuhl gerechte Lösung erheblichen Aufwand verursachen würde. Die Gräber können alle über einen kleinen Umweg erreicht werden.
Zum Sachstand bei der Grillhütte zwischen Steinbach und Hundheim befragte, meinte der Bürgermeister, die Vorarbeiten seien gemacht, der Sanitärcontainer bestellt. Beim Strom muss noch eine Lösung gefunden werden.
Zu einer Frage aus der Bürgerschaft unterrichtete Irene Trabold zum „Bebauungsplan Rübenrain Uissigheim“, man warte auf den Umweltbericht. Zum „Spielplatz Seeflürle“ zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass die Maßnahme noch dieses Jahr zu schaffen sei. Im Herbst werde die Bepflanzung folgen. Willkommen sei, wer sich einbringen wolle, jedoch habe sich noch niemand gemeldet.