Stadt Külsheim

Seitenbereiche

Wichtige Links

Startseite | Sitemap | Impressum | Hilfe

Volltextsuche

Seiteninhalt

Rathaus Nachrichten

Gemeinderat aktuell

Gemeinderat aktuell
 
 
Zahlreiche Blutspender geehrt
Landrat Reinhard Frank informiert über aktuelle Themen und Schwerpunkte
Neues Fahrzeug für die Feuerwehrabteilungen Hundheim und Steinbach
 
Die öffentliche Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag fand im Gemeindezentrum Hundheim statt. Vorher war der Gemeinderat zur Besichtigung der neuen Dorfmitte auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens hinter der Kirche eingeladen. Bürgermeister Thomas Schreglmann sagte rückblickend, dass das Areal erworben wurde mit dem Ziel, hier in der Ortsmitte eine neue Begegnungs-und Kommunikationsstätte zu schaffen. Der Kindergarten war schon vorher in die ehemalige Grundschule umgezogen und das ehemalige Schwesternwohnhaus diente als Pfarrheim. Das Projekt wird im Rahmen der Stadtsanierung gefördert. Die früheren Kindergartenräume wurden abgebrochen und das ehemalige Schwesternwohnhaus wird nun umgebaut. Außerdem existiert auf dem Gelände des früheren Pfarrgartens noch ein gut erhaltener Gewölbekeller.
Gemeinderat Thomas Segner als Sprecher der „Dorfgemeinschaft Hundheim“ informierte bei einem Rundgang ausführlich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten, erläuterte bereits durchgeführte Maßnahmen und zeigte auf, was noch alles zu tun ist. Seit 2013 (mit Unterbrechung 2014 wegen des großen Heimatsfestes) wird gearbeitet. Bisher haben 48 Helferinnen und Helfer bereits mehr als 2000 Stunden geleistet, einzelne sogar um die 200 Stunden. Die Arbeitseinsätze sind immer auf Donnerstag und Samstag terminiert und die Dorfgemeinschaft zeigt nach wie vor großen Einsatz. Die Arbeiten konzentrieren sich nun auf den Innenausbau und die Außenanlagen.
Man habe auch abgesprochen, dass die jetzige Vorstandschaft im Amt bleibt, bis die Großmaßnahme abgeschlossen ist. Am 15. Juli diesen Jahres soll ein Fest veranstaltet werden unter dem Motto „Hundheim feiert“. Dabei soll vor allem auch die Bevölkerung die Möglichkeit haben, sich über die Maßnahme und den Baufortschritt zu informieren.
Es wurde festgestellt, dass die Dorfgemeinschaft seit ihrer Gründung in Hundheim schon viel bewegt hat und der Bürgermeister lobte die enormen Eigenleistungen; es bleibe aber auch noch viel zu tun.
 
Auf dem Weg zum Gemeindezentrum konnten sich die Gemeinderäte noch über den Baufortschritt an verschiedenen Sanierungsbaustellen informieren.
 
Im Gemeindezentrum hatten sich rund 35 interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden, darunter auch viele Blutspender. Sie alle wurden von Bürgermeister Thomas Schreglmann sehr herzlich begrüßt, ein besonderer Gruß galt dem Landrat des Main-Tauber-Kreises, Herrn Reinhard Frank, der in dieser öffentlichen Sitzung über die aktuellen Themen der Kreispolitik informieren wollte.
 
Der Bürgermeister informierte zunächst über den Regionaltag, der am 18. Juni in Külsheim stattfindet. Dies sei für eine kleine Stadt nicht selbstverständlich und Külsheim habe den Zuschlag auch wegen des Jubiläums "725 Jahre Stadtrecht" bekommen. Es wird einen bäuerlichen Genießermarkt geben inklusive Weindorf und in der Innenstadt vom Römerbad bis zum Moret-Brunnen viele Stände aus der gesamten Region. Am Alten Rathaus wird eine Aktionsbühne aufgebaut. Zudem erwarten wir Besuch aus den Partnerstädten Moret und Pécsvárad. Zusammen mit der pro Region Heilbronn-Franken wird diese Veranstaltung beworben und sicherlich zu einem großen Ereignis.
 
Zur Förderung des Glasfaserausbaus hat die Stadt einen Förderbescheid über 50.000 € aus Berlin bekommen. Auch dieses Großprojekt wird zusammen mit dem Landkreis durchgeführt mit dem Ziel, jedes Haus an Glasfaser anzubinden.
Der Landschaftspflegeverband saniert 2017 einen weiteren Abschnitt der Trockenmauern an der Steige in Eiersheim; bei diesem Projekt sollen auch wieder einige Flüchtlinge mitarbeiten.
 
Herzliche Einladung erging auch zur 10. langen Schwimmbadnacht am kommenden Samstag, 18. März von 17.00 bis 23:00 Uhr.
Die Pater-Alois-Grimm-Schule wird ein neues Projekt in Angriff nehmen. Hinter dem Block C soll ein kleines Amphitheater mit 180 - 200 Sitzplätzen errichtet werden. Finanziert wird dieses von der PAGS selbst. Es ist vorgesehen, dass dieses Theater auch von Vereinen genutzt werden kann.
Der Bauantrag zum Einbau einer kleinen Werkstatt in der Talsiedlung in Hundheim war zwischenzeitlich mit Zustimmung weitergeleitet worden.
 
Wiederum viele Frauen und Männer aus dem Stadtgebiet haben wiederholt Blut gespendet und wurden zu dieser öffentlichen Sitzung zur Ehrung eingeladen. Der Bürgermeister bedankte sich für die große Spendenbereitschaft, denn Blutkonserven würden täglich benötigt. Ohne diese Spenden könnten viele Leben nicht gerettet werden. Der Bürgermeister lobte auch ausdrücklich die Arbeit der örtlichen DRK-Gruppe bei vielen Spendenterminen. Auch Landrat Reinhard Frank sprach den Blutspendern Anerkennung aus für den Dienst am Mitbürger. Bürgermeister, Landrat und Alfons Stang vom örtlichen Roten Kreuz überreichten Anstecknadel, Ehrenurkunde und eine Flasche Külsheimer „Hoher Herrgott“.
Geehrt wurden:
Blutspende-Ehrennadel in Gold für 10maliges Spenden:
Anja Beringer, Wolfgang Detsch, Fabian Düll, Lena Fiederlein, Maren Flegler, Theresa Müller, Matthias Obst, Markus Wirsching (alle Külsheim), Markus Richter (Steinbach), Gunther Mulz und Sabine Neumann (beide Uissigheim)
Blutspende-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl „25“:
Andreas Brüll (Eiersheim), Ulrike Amend (Hundheim), Klaus Markl (Külsheim), Sonja Benz (Steinbach) und Ulrike Winkler (Uissigheim)
Blutspende-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl „50“:
Heinz Kremer (Eiersheim), Rita Benak (Hundheim), Frank Bayer, Peter Gillig, Axel Greiner, Margret Hübel, Norbert Müller (alle Külsheim), Hans-Peter Stiegelbauer (Steinbach) und Emil Weigand (Uissigheim)
Blutspende-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl „75“:
Franz Göbel (Eiersheim) und Thomas Pahl (Külsheim)
Blutspende-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl „100“ für Reinhold Stemmler (Külsheim)
Unter der Überschrift „Kreispolitik vor Ort“ informierte Landrat Reinhard Frank anschließend über aktuelle Themen und Schwerpunkte. Er wolle aufzeigen, wie das Landratsamt zusammen mit den 18 Städten und Gemeinden des Kreises das Leben und die Qualität im Landkreis gestaltet. In Külsheim sei dies die erste Veranstaltung dieser Art. Das Landratsamt sei zum einen eine kommunale Behörde aber auch die staatliche untere Verwaltungsbehörde. Der Kreistag hat 48 Mitglieder und das Amt beschäftigt in 6 Dezernaten fast 900 Bedienstete. Die Aufteilung der vielfältigen Aufgaben mit den zuständigen Dezernenten zeigte er an anhand des Organisationsplanes auf.
Das Haushaltsvolumen umfasst rund 210 Millionen € und die Sozialausgaben sind dabei der größte Posten. Es wird viel investiert in Schulen, den Straßenbau und in jüngster Zeit in den Breitbandausbau. Über die „Gesundheitsholding Tauberfranken“ ist der Landkreis in der Gesundheitsversorgung sehr gut aufgestellt. Beim Thema Windkraft ist der Landrat der Meinung, dass der Landkreis im Land Baden-Württemberg seinen Beitrag zur Energiewende mehr als geleistet hat und nicht noch mehr Windkraftanlagen aufgestellt werden sollten. Er informierte weiter über das Kloster Bronnbach, den öffentlichen Personennahverkehr und die beruflichen Schulen. Beim Breitbandausbau machen alle Städte und Gemeinden mit und das Projekt wird insgesamt hervorragend gefördert. Auch in Külsheim wird nach Durchführung der Maßnahmen gewährleistet, dass bis Ende 2018 überall mindestens 50 MB ankommen. Auch der Tourismus spielt im Kreis mittlerweile eine bedeutende Rolle.
Rund 700 Flüchtlinge werden den Gemeinden in der Anschlussunterbringung zugewiesen und als ganz großes Problem stellt sich hier der fehlende Wohnraum dar. Für die Integration seien Sprache, Ausbildung und Beschäftigung eine sehr große gesellschaftliche Herausforderung. Der Landrat streifte schließlich auch die Bereiche Flurneuordnung, Land und Forstwirtschaft und besondere Projekte im Straßenbauprogramm. Die Information soll künftig auch durch einen neuen Newsletter verbessert werden. Er stellte abschließend fest: "Wir sind ein toller Landkreis mit einer tollen Bevölkerung".
 
Bürgermeister Thomas Schreglmann bedankte sich abschließend bei Landrat Reinhard Frank für die stets gute Zusammenarbeit und seine heutigen umfassenden Informationen und es gab Beifall aus dem Gremium und dem Zuhörerraum.
 
Stadtkämmerin Elke Geiger Schmitt stellte im Zusammenhang mit der Bildung von Haushaltsresten 2016 fest, dass dabei auch eine Aussage zum Abschluss des vergangenen Jahres gemacht werden kann. Die geplante Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt wird sich fast verdoppeln auf jetzt 1,6 Millionen €. Die größten Mehreinnahmen kommen aus der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen. Bei der Einkommensteuer sind es und 24.000 € mehr und auch die Zuweisung für die Schule liegt um 60.000 € über dem Ansatz. Weniger Ausgaben bei den Personal-und Energiekosten, weniger Zinsen und sparsames Wirtschaften verbessern die Situation zusätzlich. Alle Positionen im Verwaltungs-und Vermögenshaushalt, bei denen Reste gebildet werden, wurden von der Stadtkämmerin aufgelistet. In der Summe sind dies im Verwaltungshaushalt 109.082 €, im Vermögenshaushalt 1.154.000 € bei den Einnahmen und 1.981.200 € bei den Ausgaben.
In der kurzen Aussprache wurde festgestellt, dass man diesen positiven Zahlen gerne zustimmen kann. Besonders erfreulich sei die Einsparung von Energiekosten, denn hier greifen nun die beschlossenen Maßnahmen.
Das Gremium beschloss die Haushaltsreste 2016 wie vorgetragen einstimmig.
 
Elke Geiger Schmitt erläuterte auch die Vereinbarung zwischen dem St.Elisabeth-Verein und der Stadt Külsheim über die Seniorenbetreuung im Stadtbereich. Dieser Verein leiste seit vielen Jahren eine großartige Arbeit, die die Stadt sehr gerne unterstützt. Deshalb stimme man auch gerne der Verlängerung des Vertrages um weitere 5 Jahre zu. In den Räumen des „Blauen Hauses“ ist ein Informations-und Beratungszentrum eingerichtet, wo es wöchentlich feste Sprechzeiten gebe; seit Herbst 2016 auch zusätzliche Sprechstunden für das Bürgernetzwerk. Die Angebote würden sehr gut angenommen und die Nachfrage steigt ständig. Die Stadt gibt seit 2002 jährlich einen Zuschuss in Höhe von 4100 €. Nach der Statistik gab es 111 Sprechstunden, die von rund 300 Personen besucht wurden und 15 Veranstaltungen mit insgesamt 510 Besuchern. 25 Mitarbeiter haben in 45 Haushalten 3537 Stunden geleistet. Es werden dringend neue Mitarbeiter gesucht.
Bürgermeister Thomas Schreglmann sprach die wachsende Bedeutung der Nachbarschaftshilfe und den Fahrdienst an; er bedankte sich sehr herzlich für diese großartige Arbeit, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Der Gemeinderat stimmte der Verlängerung des Vertrages bis Ende 2021 einhellig zu.
 
Die Umsetzung der Feuerwehrbedarfsplanung soll in der Gesamtstadt Külsheim nun mit der Auftragsvergabe zur Lieferung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF-W) für die Abteilungen Hundheim und Steinbach fortgesetzt werden. Stadtkommandant Heiko Wolpert sprach von einem großen Schritt im Hinblick auf die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft. Die Umsetzung der Feuerwehrbedarfsplanung sieht die Zusammenlegung der Abteilungen Hundheim und Steinbach zu einer einsatztaktischen Einheit vor; dabei bleiben die Abteilungsstrukturen erhalten. Das Einsatzfahrzeug ist für beide Abteilungen vorgesehen und wird zunächst in Steinbach stationiert. Der Stadtkommandant informierte über die eingegangenen Angebote und nach der Auswertung hatte die Firma BTG Brandschutztechnik Görlitz GmbH mit brutto 137.772,94 € das günstigste abgegeben. Diese Firma habe sich auf den Bau von Kleinlöschfahrzeugen spezialisiert. Eine Projektgruppe hatte sich mit der Beschaffung ausführlich befasst, es wurden Referenzen eingeholt und auch ein baugleiches Fahrzeug besichtigt. Es liegt ein Zuschussbescheid in Höhe von 38.650 € vor, so dass die benötigten Eigenmittel brutto 99.122,94 € betragen.
Ohne weitere Aussprache beschloss der Gemeinderat die Vergabe wie vorgeschlagen einstimmig.
Wie Bürgermeister Thomas Schreglmann ergänzte rechnet man mit einer Lieferzeit von 8 Monaten.
 
Es wurden drei Bauanträge vorgelegt. Dabei handelte es sich zunächst um den eigenen Bauantrag der Stadt zur Erweiterung der Pater-Alois-Grimm-Schule zur Aufstockung der Mensa, den Antrag zur Erweiterung einer bestehenden Garage für Gartengeräte im Wolferstetter Weg und um den Bauantrag zur Umnutzung gewerblicher Räume in Wohnräume in der Hauptstraße in Külsheim. Dazu merkte der Bürgermeister an, dass hierdurch in der Innenstadt Wohnraum geschaffen wird, der dringend benötigt wird.
 
Bei einer Anfrage aus der Bürgerschaft ging es um den beabsichtigten Grunderwerb hinsichtlich eines Sichtdreieckes an der Gemeindeverbindungsstraße Hundheim-Külsheim an der Einmündung des Waldweges „Birke“.
Dazu erklärte Hauptamtsleiter Günter Bischof, dass man mit dem Eigentümer im ständigen Gespräch sei, ein abschließendes Ergebnis aber noch nicht vorliegt. Die mündliche Zusage für ein Sichtdreieck sei aber gegeben.
 
Eine weitere Anfrage beschäftigte sich mit den Flugzeiten der Fledermäuse in der Nähe der neuen Windenergieanlagen. Irene Trabold vom Bauamt führte dazu aus, dass das zweijährige Monitoring noch laufe und das Ergebnis abgewartet werden muss.
Zur Ausbesserung von Feldwegen sagte der Bürgermeister, dass „Geld und Schotter“ da sind, die Ausführung der Arbeiten sich aber aufgrund der personellen Situation im Bauhof verzögert hat.