Stadt Külsheim

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Külsheim

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Külsheim

Geschichte der Brunnenstadt Külsheim

Külsheim liegt in einem geschützten mit wasserreichen Quellen ausgestatteten Talkessel, der bereits um 2.000 v. Chr. von Menschen bewohnt wurde. Grabhügel und vorgeschichtliche Funde bestätigen dies. Während der Zeit der Römerbesetzung Germaniens lag Külsheim zwar nicht hinter dem Limes, wohl aber in dessen Einzugsgebiet und es wird vermutet, dass ein römischer Vorposten (Stadio) bei Wolferstetten stand. Diese Vermutung wird durch die Tatsache, dass die Hohe Straße, die nördlich von Wolferstetten verläuft, noch heute Römerstraße genannt wird, erhärtet.

Zur Zeit der Völkerwanderung nahmen zuerst um 260 die Alemannen das Land zwischen Main, Rhein und Iller in Besitz, mussten dann aber nach der Schlacht gegen König Chlodwig im Jahre 496 ihr nördliches Gebiet, also auch das Gebiet um Külsheim, an die Franken abtreten. Diese besiedelten nach und nach das Gebiet und gaben ihm den Namen ihres Sippenältesten, das sie oft mit der Endsilbe - heim versahen, so Külsheim - Ort des Kulo.

Während des Mittelalters wechselt Külsheim sehr häufig den Herrn infolge von Verpfändung oder Verkauf durch seinen jeweiligen Besitzer. Erstmals wird Külsheim im Jahre 1144 mit einem Oddo de Cullesheim erwähnt, kommt dann an das Erzbistum Mainz (1255) und wechselt in rascher Folge seine Herren. Im Jahre 1292 stellt Adolf von Nassau auf Betreiben Gerhard II., Bischof von Mainz, zu Kolmar, den Freiheitsbrief aus, der Külsheim zur Stadt erhebt. Damit hört für die Einwohner dieses Ortes die Leibeigenschaft auf.

Die großen innerdeutschen Wirren des ausgehenden Mittelalters, der Bauernkrieg und der Dreißigjährige Krieg, sind auch für Külsheim von Bedeutung. So wird es 1525 während des Bauernkrieges durch das Bauernheer unter Führung Götz von Berlichingen besetzt und sein Schloß nur durch persönliches Eingreifen des Ritters, eines Lehensmannes des Grafen von Wertheim, vor der Zerstörung gerettet.

Der Dreißigjährige Krieg zeigt uns Tilly, den Führer der kaiserlichen Truppen, nach der für ihn verlorenen Schlacht bei Breitenfeld bis zum 02. November 1631 in den Stadtmauern von Külsheim, wo er mit seinen stark dezimierten Truppen rastete. Der 30. September 1790 ist ebenfalls ein geschichtlich bedeutsamer Tag für die Bürgerschaft Külsheim, als "Kaiser Leopold hier vorbei passiert mit sehr vielen Kutschen!"

Übersicht über die verschiedenen Besitzverhältnisse

  • 1225: Erzbischof Siegfried II. von Mainz
  • 1248: Graf Poppo III. von Wertheim
  • 1250: Die Herren von Dürn
  • 1291: Graf Rudolf II. von Wertheim
  • 1292: Erzbischof Gerhard II. von Mainz
  • 1347: Heinrich von Salza
  • 1360: Erzbischof Gerlach von Mainz
  • 1365: Johann von Salza
  • 1371: Bistum Mainz
  • 1380: Grafen von Wertheim
  • 1403: Friedrich und Heinrich von Riedern und Eberhard von Grumbach
  • 1420: wieder in unmittelbarem Besitz von Mainz
  • 1427: Konrad von Bickenbach 1436: Hans von Wittstadt
  • 1462: Grafen von Wertheim
  • 1480: wurde Külsheim durch Schiedsspruch des Pfalzgrafen Philipp wieder Kurmainz zugesprochen
  • 1803: Fürstentum Leiningen
  • 1806: an Baden